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Kasachstan Baikonur

Baikonur ist ein ehemaliges Bergarbeiterstädtchen inmitten der Steppe Kasachstans. Der Ort liegt nahe der Bahnstation Tjuratam in der Flusslandschaft des Syr-Darja. Seit 1955 leben hier allerdings Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure im Dienste der Raumfahrt gemeinsam mit ihren Familien. Denn damals entstand hier in unmittelbarer Nähe des Ortes Baikonur das gleichnamige Kosmodrom. Dieses ist mit seinen 6.700 Quadratkilometern Ausdehnung der größte Weltraumbahnhof der Erde und wurde so zur Legende.   

Am 12.02.1955 beschloss der sowjetische Ministerrat in Kasachstans Steppe ein Kosmodrom zu errichten. Vom Baubeginn bis zum Start der ersten Interkontinentalrakete am 21.08.1957 vergingen gut zwei Jahre. Im Oktober des selben Jahres begann die Zeit des Sputnik 1. Der Satellit wurde mit der ersten Trägerrakete in die Erdumlaufbahn gebracht, die er bis zum 03.01.1958 1.440 Mal umrundete. Er war mit zwei Rundfunksendern ausgestattet, deren Signale in regelmäßigen Abständen auf der Erde ankamen. Der Satellit hatte einen Durchmesser von 58 Zentimetern und die Form einer Kugel. Es sollten noch tausende Raumfahrtmissionen folgen. Am 12.04.1961 startete die erste bemannte Raumfahrtmission mit Juri Gagarin an Bord der Trägerrakete Wostok. Der sowjetische Kosmonaut war somit der erste Mensch im Weltall. Der Flug in der Erdumlaufbahn dauerte eine Stunde und 48 Minuten. Juri Gagarin konnte in russischem Gebiet Saratow mit dem Fallschirm unbeschadet landen. Mit der Herstellung des ersten Bauteils der Raumstation ISS, des Sarja-Moduls, startete 1998 ein neues Kapitel der Raumfahrtgeschichte.

Heute befinden sich auf dem riesigen Gelände 15 Startplätze, die sich auf neun Startkomplexe verteilen. Die elf Test- und Integrationshallen dienen zur Startvorbereitung. Außerdem verfügt Baikonur über zwei Flugplätze und drei Betankungsstationen. Die spektakulärsten Missionen starteten vom Soyuz-Startkomplex, der am bekanntesten ist und mit Starts der Interkontinentalrakete und mit Flügen zum Mars oder zur Venus in die Raumfahrtgeschichte einging.

Seit dem Jahr 1991 gehört Kasachstan nicht mehr zur Sowjetunion, sondern ist ein selbständiger Staat. Dies bedeutet für die russischen Betreiber des Kosmodroms, dass sie ins Ausland reisen müssen, um nach Baikonur zu gelangen. Die kasachische Regierung wusste den Standort des Weltraumbahnhofs sehr wohl für sich zu nutzen und handelte mit Russland eine jährliche Miete von 115 Millionen Dollar aus.

Interessierte haben die Möglichkeit, den größten Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe im Rahmen einer professionellen Führung, zu besichtigen. Die Besichtigung der Raketen-Startplätze und der überwältigenden Technik ist nicht nur für Raumfahrt-Fans ein unvergessliches Erlebnis.

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Baikonur - Weltraumbahnhof in Kasachstan, Baikonur Kosmodrom.

 


 


   

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